Die Berufsschulstufe des Förderschwerpunktes für geistige Entwicklung umfasst die Klassen 10–12 und bereitet die Schüler*innen gezielt auf das Leben nach der Schule vor. Sie entspricht damit der beruflichen Vorbereitung und Orientierung im Anschluss an die Schulzeit.
Ziel ist es, die Schüler*innen auf ein möglichst selbstständiges Leben sowie auf eine passende berufliche Perspektive vorzubereiten.
Lernen und schulische Bildung
Auch in der Berufsschulstufe bleiben die klassischen Schulfächer ein wichtiger Bestandteil. Deutsch und Mathematik werden weitergeführt und im Alltag angewendet und auch weiterhin durch klassische Schulfächer wie Englisch, Musik, Kunst, Religion, Sport etc. ergänzt. Das Lernen ist dabei eng mit lebenspraktischen und beruflichen Inhalten verknüpft.
Berufsorientierung und Arbeit
Ein zentraler Schwerpunkt der Berufsschulstufe ist die Vorbereitung auf das Arbeitsleben. Die Schüler*innen
- lernen verschiedene Berufsfelder kennen
- sammeln praktische Erfahrungen in Betrieben
- entwickeln eigene Interessen und Stärken
- erwerben wichtige Schlüsselqualifikationen wie Zuverlässigkeit und Ausdauer
Vielzählige Praktika ermöglichen eine realistische berufliche Orientierung.
Die Schule arbeitet dabei eng mit außerschulischen Partnern (z. B. Agentur für Arbeit, Betriebe, Werkstätten und weitere Einrichtungen) und natürlich mit den Eltern zusammen.
Selbstständigkeit und Lebenspraxis
Die Vorbereitung auf das Leben nach der Schule in der Berufsschulstufe umfasst wichtige Lebensbereiche:
- Wohnen und Haushaltsführung
- Mobilität und selbstständige Fortbewegung
- Freizeitgestaltung
Diese Inhalte werden sowohl im Unterricht als auch in praktischen Situationen (z. B. Einkaufen, Wohnen auf Zeit, Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel etc.) vermittelt.
Ziel ist es, die Schüler*innen bestmöglich auf ihren individuellen Weg nach der Schulzeit vorzubereiten – sei es im Arbeitsleben, in weiterführenden Angeboten oder in unterstützten Lebensformen.
Das große Anliegen der Berufsschulstufe ist es, für alle Schüler*innen einen passenden Anschluss zu ermöglichen – im Sinne von „Kein Abschluss ohne Anschluss“. Die Übergänge werden individuell gestaltet und reichen vom ersten Arbeitsmarkt bis hin zu Werkstätten für Menschen mit Behinderung.


